Projekte
Das BK-Seminar in Paderborn hat es sich zum Ziel gesetzt, jeden Ausbildungsjahrgang an eine Großmethode heranzuführen. Vorbereitung, Durchführung und Reflexion erfolgen dabei eigenständig durch die Referendarinnen und Referendare unter der Moderation des im Jahrgang eingesetzten Fachleiterteams. Auf diese Weise entstehen neue Teamstrukturen innerhalb derer eine handlungssystematische thematisch orientierte Auseinandersetzung erfolgt. Als Handlungsprodukt entsteht eine Dokumentation als Informationsquelle und als Unterstützung beim Einsatz der Methode in anderen Zusammenhängen:
Jahrgang August 2004 Aspekterkundung
Jahrgang Februar 2005 Zukunftswerkstatt
Jahrgang Februar 2006 Dilemmamethode
Jahrgang August 2006 Fallstudie
Jahrgang Februar 2007 Projektmethode
Jahrgang August 2007 Projektmethode
Jahrgang Februar 2008 Lehrergesundheit
Die Dokumentationen können bei Interesse im Seminar Berufskolleg bestellt werden.
Der Jahrgang September 2009 hat folgende Module im Anschluss an die Staatsprüfung durchgeführt:
- Aktionstag Wewelsburg (Zeichen und Symbole des Nationalsozialismus)
- Erste Hilfe Kurs mit Zertifikat
- Interkulturelle Kompetenz (in Zeiten zunehmender hetrogener Schülerschaft)
- Suchtprävention
Kooperation Department Wirtschaftspädagogik und Seminar Berufskolleg.
Projekt Praktikum im Tandem
Seit einigen Jahren führen wir als ein Standbein der Kooperation mit dem Department für Wirtschaftspädagogik der Universität Paderborn das Praktikum im Modul „Didaktik in und für sozial-ökonomische Handlungsfelder“ in einem Tandemmodell durch.
Referendarinnen und Referendare begleiten Studierende in dieser Zeit in den jeweiligen Ausbildungsschulen. Für die Studierenden besteht die Möglichkeit, in folgenden Bereichen ihre Kompetenzen zu erweitern:
Perspektivenwechsel – Vom Studierenden zur Lehrkraft an berufsbildenden SchulenErfassung der verschiedenen Handlungsebenen an berufsbildenden SchulenErfassung der Tätigkeitsfelder von Lehrkräften an berufsbildenden SchulenVergleich der Vorgehensweisen verschiedener LehrkräfteAnregungen und Impulse für den weiteren StudienverlaufVerbindung mit Erfahrungen in der HochschuleErwerb von praktischen Erfahrungen zur (nochmaligen) Überprüfung der Berufs- und Studienentscheidung
Nach dem Prinzip „Lernen durch Lehren“ soll den Referendarinnen und Referendaren ermöglicht werden, den Lernprozess der Praktikanten intensiv zu begleiten und zu unterstützen. Damit ist auch für sie ein Perspektivenwechsel verbunden, von dem wir uns einen wertvollen Beitrag zu Qualifizierung versprechen. „Lernen durch Lehren“ ist eine Unterrichtsmethode, die seit 20 Jahren mit Schülerinnen und Schülern erfolgreich praktiziert wird. Warum sollen wir dies nicht auch für uns nutzen? Für die Referendarinnen und Referendare bedeutet dieses Modell folgendes:
Sie bereiten gemeinsam mit den Student/innen Unterricht vor.Sie reflektieren diesen gemeinsam anhand der Hospitationskriterien der Student/innen und lassen gleichermaßen die Student/innen an ihren Planungsgedanken und –begründungen teilhaben.Sie profitieren von dieser zusätzlichen Möglichkeit eines Feedbacks durch einen Außenstehenden.Sie unterstützen die Student/innen bei der Planung, Durchführung und Reflexion eigener Unterrichtsversuche.Sie unterstützen die Student/innen bei der Erforschung des Handlungsfeldes Schule durch Ihre wertvollen Erfahrungen.Sie informieren die Studierenden über außerunterrichtliche Veranstaltungen (Konferenzen, Projekte, Präsentationen, Erkundungen,…)
Während des Praktikums haben die Studierenden die Gelegenheit, mittwochs an den Seminarveranstaltungen teilzunehmen.
Die abschließenden Evaluationsgespräche haben gezeigt, dass alle Beteiligten positive Erfahrungen gewinnen konnten. Besonders hervorgehoben wurde der gute und unkomplizierte Kontakt zwischen Referendar/innen und Studierenden, der den Einstieg in das Handlungsfeld Schule maßgeblich erleichterte.