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Examensarbeit [461 KB]
Begegnung zwischen Islam und Christentum im Mittelalter. Eine Unterrichtsreihe in einer 7. Jahrgangsstufe des Gymnasiums unter besonderer Berücksichtigung des Erwerbs von Geschichtsbewusstsein im interkulturellen Bereich. (Philipp Beil)
Die Geschichte der Begegnung von Islam und Christentum im Mittelalter erschöpft sich bislang häufig in der Auseinandersetzung mit den Kreuzzügen des 12. und 13. Jahrhunderts zur Befreiung Jerusalems. Die Konfliktzonen an den Schnittstellen der Kulturkreise waren jedoch immer auch Raum des kulturellen Austausches. Die bedeutendeste Brücke zwischen den Kulturen war Spanien. Hier war der Kulturkontakt nicht nur Episode, vielmehr partizipierte im Unterschied zu den relativ kleinen Kreuzfahrerheeren ein ganzes Volk an den Kulturleistungen der Araber. Die Araber sorgten durch die Konservierung antiken Wissens, die Verbreitung von Wissen aus anderen Kulturräumen, den Aufbau einer rationalen Wissenschaft auf diesen Grundlagen und die Vermittlung ihrer Kenntnisse an jüdische und christliche Gelehrte für einen Entwicklungsschub in dem in der Völkerwanderung kulturell verarmten Europa, der die Wissenschaftsblüte in der Renaissance erst möglich machte.