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Examensarbeit [471 KB]
Jgst. 6
Kann Spielen das Lernen im regulären mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachunterricht fördern? Möglichkeiten des Einsatzes von Spielen im Mathematik- und Physikunterricht, insbesondere in Vertiefungs- und Übungsphasen, am Beispiel einer 6. Klasse des Gymnasiums. (Harald Jaquet)

Spielen und Lernen sind keine Gegensätze. Spiele können durch Ganzheitlichkeit und Freiwilligkeit ein Gegengewicht zu den Einseitigkeiten und Zwängen konventioneller Unterrichtsgestaltung bilden und damit Konzentration und Ausdauer für das Lernen freisetzen.
In der vorliegenden Arbeit werden auf grundlegenden pädagogischen und didaktischen Überlegungen begründete Kriterien für die Planung und Beurteilung von Spielphasen in übersichtlicher Form bereitgestellt, sowie deren Erprobung im eigenen Unterricht dargestellt und reflektiert. Zunächst wird dazu ein tragfähiger Spielbegriff geformt und u.a. durch Gegenüberstellung mit dem flow-Konzept von Mihalyi Csikszentmihalyi versucht, die Attraktivität des Spiels zu ergründen. Daraus werden zum einen zahlreiche mögliche didaktische Funktionen des Spiels als auch notwendige Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von Lernspielen abgeleitet. Schwerpunkt der praktischen Erprobung bilden Übungsphasen im Mathematikunterricht (Bruchrechnen) und Physikunterricht (Elektrische Schaltungen) einer 6.Klasse. Eine Übertragung auf andere Fächer und Stufen sollte aber ohne weiteres möglich sein.