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Schriftliche Hausarbeit [3.770 KB] (Gesa Vollmann-Honsdorf)
Zum Umgang mit Alltagswissen bei Wahrnehmungsprozessen – dargestellt an einem Unterrichtsvorhaben zum Sehvorgang im Naturwissenschaftlichen Unterricht im Jahrgang 5/6 (Gesamtschule)
Ausgehend von einer neurobiologisch-konstruktivistischenSicht des Lernens entwickelt die Verfasserin ein Unterrichtsvorhaben, das sich schwerpunktmäßig mit einem Aspekt des Lernens der Schüler befasst: dem Sehvorgang. Es kommt ihr darauf an, das auf lebenspraktischen Alltagserfahrungen beruhende Alltagswissen der Schüler und Schülerinnen im Rahmen des Unterrichts gezielt zu überprüfen, den Schülern und Schülerinnen bewusst zu machen und individuell um eine neue Sicht der Dinge zu erweitern.
Sie arbeitet damit exemplarisch zentrale Probleme des naturwissenschaftlichen Unterrichts auf, die bei der Organisation von Lehr-Lernprozessen durch die Lehrkräfte zu beobachten sind:
1) Die durch die Struktur des Gehirns vorgegebenen Bedingungen des Lernens sind den Lehrkräften nicht bewusst.
2) Die individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler und Schülerinnen sind möglicherweise bedingt durch die fachlich-inhaltliche Erweiterung des Fachs Naturwissenschaften den Lehrpersonen nicht bekannt.
3) Die strukturellen Bedingungen sind nicht optimal an das "gehirngerechte" individuelle Lernen angepasst.